Alpen 2017 Test der Ausrüstung für das Nordkapp

19.08.2017

 

Kikerikiii, brüllt es in meine Ohren, Sch.. Drecks Hahn halts Maul denke ich mir, ich schaue auf die Uhr und es ist halb sechs Morgens! Natürlich meldet sich sogleich meine Blase und dem  muss ich nach geben. Wenn ich schon mal auf dem Weg zur Toilette bin kann ich auch gleich duschen. Gesagt getan. Noch etwas knurrig schaue ich aus dem Fenster und es ist wolkig draussen scheint aber trocken zu sein, die Regenjacke kann also erstmal Pause machen.

 

Ich hatte mich mit Bruno um 9:00 verabredet. Jetzt ist es kurz vor halb sieben. Um Acht gibt es erst Frühstück. Hmpf. Ich habe mein Gepäck neu geordnet was eigentlich nicht nötig war. Nun gut. Noch schnell Kette Kontrolliert und neu Gefettet. Ich benutze seit einiger Zeit das orangene HKS Czech und bin sehr damit zufrieden. Auch hier wird das Hinterrad zwar eingesaut aber nicht so schlimm wie bei anderen Sprays.

 

Endlich ist es Acht, das Gepäck ist wieder auf der Twin. Ich falle wie ein Wolf über das Frühstück her und um viertel vor Neun höre ich schon Brunos Twin bollern. Auf gehts.

 

Auf der A5 geht es Richtung Basel und weiter Richtung Bern, danach folgen wir der Autobahn bis nach Martigny hier muss ich wieder tanken der Sprit in der Schweiz ist günstiger als bei uns in Deutschland. Bruno lamentiert über meinen winzigen 24L Tank. Pah der hat gut reden mit seinem 43L Fass von Touratech. Weiter nehemen wir die Auffahrt zum Grand St. Bernard unserem ersten Alpenpass die Strecke ist herrlich kurvig und wir lassen die Twins fliegen. In der Galerie folgen wir natürlich der Auffahrt zum Pass und nicht dem Weg zum Tunnel. Tunnel Pfui Bäh, höchstens bei schlechtem Wetter und mich sieht hoffentlich keener. :) Leider sind vor uns ein paar Autos die langsam den Pass hinter einem Bus hinauf fahren. Es dauert einige  Zeit bis wir sie überholen können. Knurr. endlich geschafft doch dann. RAAAAH, ein Wohnklo. das ist auch schnell überholt und wir haben endlich freie Fahrt bis zu Passhöhe in 2489m.

 

Kurz hinter der Passhöhe ist die italienische Grenze und es geht Bergab ins Aostatal. Was für eine gei... Kuverei. Schliesslich vereinigt sich die Paßstrasse mit der Tunnel Strasse von MT. Blanc und nach einer langen schönen Kurverei erreichen wir Aosta.

 

Im Aostatal wurde es unerträglich warm und wir beschlossen die Schnellstrasse bis nach Morgex zu nehmen. Hier Bogen wir zur fantastischen Paßstrasse zum Colle San Carlo ab. Der Paß selbst liegt auf ca 1950m. Mitten drin liegt die  Albergo Genzianella wo man auch gut übernachten und Speisen kann. Die Strasse trifft nach einiger Zeit auf die Paßstrasse zum Piccolo San Bernhardo  der auch mmer wieder schön zu fahren ist und auf 2188 m liegt. Den Colle San Carlo fahre ich deswegen so gern da man hier von Wohnklos und der gleichen verschont ist.

Vom Piccolo San Bernardo geht es am Monument von San Bernardo vorbei hinunter ins Tal der Isere. Meine Fresse ist das ge.... was für eine Kurvenorgie. Nachher mus mir bestimmt Bruno das Grinsen aus dem Gesich prügeln, Im Tal angekommen nehmen wir die Auffahrt zum 2764m hohen Col d'Iseran WOW, eine tolle Strasse allerdings Überfüllt von allen möglichen Fahrzeugen allen voran wieder die üblen Wohmklos die hier nur schwer zu überholen sind  und die müssen immer mittig auf der Strasse fahren. Knurr!! Wenn mal freie Fahrt hat ist er allerdings herrlich zu fahren und die Aussicht entschädigt auf alle Fälle. Oben auf der Passhöhe haben wir wieder herrlichstes Wetter und eine tolle Fernsicht.

Mittler weile ist es schon halb fünf und so langsam haben wir nur noch den Drang zu unserem Campingplatz in Les Albert bei Briancon zu kommen. Wir beschlossen den Col du Galibier aus zulassen und über den Col  du Mont Cenis zu fahren und in Susa die Schnellstrasse bis nach Oulx zu nehmen.  Die SS21 von Oulx nach Cesana di Torinese ist leider entschärft worden , die schönen Kurven sind fort. Hmpf. Rechterhand liegt Fenils mit den Auffahrt zum Mont Chanerton, den leider nur nur noch  Trialmaschinen, Mountainbiker und Wanderer erreichen können. In den Neunzigern war ich noch oben, damals auf einer DR Big. Einfach nur Gigantisch, der Hammer. Nun gut weiter gehts. Cesana ist schnell erreicht und wir fahren über den Col du Montgenevre in einer Armada von Wohnllos (Hmpf) hinunter nach Les Alberts zum Camping platz, den wir um kurz nach 19:00 erreichten. Hier trafen wir unerwartet Uschi und Michael aus meinem Motorradclub.

Jetzt noch schnell die Zelte aufgeschlagen und bei Edmond dem  rührigen Restaurantbetreiber auf dem Campingplatz was leckerers Essen. Edmond hatte ein  Restaurant in Nizza und war die Schickeria leid und beschloss sich hier auf dem Campingplatz ein neues Leben auf zu bauen. Für mich einen gute Wahl. Nach ein bis drei Bierchen zogen wir uns ins Zelt zurück. Bis Morgen dann. Gute Nacht

 

Gefahrene Kilometer 586

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