Alpen 2017 Test der Ausrüstung für das Nordkapp

18.08.2017

 

Ich bin von Castrop zu meiner Pension Tanne in Rimsingen bei Breisach  am Rhein gefahren. Die 530km über die Autobahn waren schnell abgespult und reine Fahrzeit waren 5h 10min. Tankpause brauchte ich nur 1x nach 330 km. Etwas stauig war es wie immer bei Karlsruhe. Der Rest war OK. In Breisach habe ich noch für Morgen vollgetankt. Abends kam dann Bruno aus March bei Freiburg vorbei und wir planten den morgigen Tag. Leider wurde es etwas länger da noch ein befreundetes Pärchen, Heike und Tom, auch in der Tanne waren. (Der Wein vom Fass war aber auch zu lecker) und uns wurde klar ein früher Start wird nicht funzen,

 

Gefahrene Kilometer 530

19.08.2017

 

Kikerikiii, brüllt es in meine Ohren, Sch.. Drecks Hahn halts Maul denke ich mir, ich schaue auf die Uhr und es ist halb sechs Morgens! Natürlich meldet sich sogleich meine Blase und dem  muss ich nach geben. Wenn ich schon mal auf dem Weg zur Toilette bin kann ich auch gleich duschen. Gesagt getan. Noch etwas knurrig schaue ich aus dem Fenster und es ist wolkig draussen scheint aber trocken zu sein, die Regenjacke kann also erstmal Pause machen.

 

Ich hatte mich mit Bruno um 9:00 verabredet. Jetzt ist es kurz vor halb sieben. Um Acht gibt es erst Frühstück. Hmpf. Ich habe mein Gepäck neu geordnet was eigentlich nicht nötig war. Nun gut. Noch schnell Kette Kontrolliert und neu Gefettet. Ich benutze seit einiger Zeit das orangene HKS Czech und bin sehr damit zufrieden. Auch hier wird das Hinterrad zwar eingesaut aber nicht so schlimm wie bei anderen Sprays.

 

Endlich ist es Acht, das Gepäck ist wieder auf der Twin. Ich falle wie ein Wolf über das Frühstück her und um viertel vor Neun höre ich schon Brunos Twin bollern. Auf gehts.

 

Auf der A5 geht es Richtung Basel und weiter Richtung Bern, danach folgen wir der Autobahn bis nach Martigny hier muss ich wieder tanken der Sprit in der Schweiz ist günstiger als bei uns in Deutschland. Bruno lamentiert über meinen winzigen 24L Tank. Pah der hat gut reden mit seinem 43L Fass von Touratech. Weiter nehemen wir die Auffahrt zum Grand St. Bernard unserem ersten Alpenpass die Strecke ist herrlich kurvig und wir lassen die Twins fliegen. In der Galerie folgen wir natürlich der Auffahrt zum Pass und nicht dem Weg zum Tunnel. Tunnel Pfui Bäh, höchstens bei schlechtem Wetter und mich sieht hoffentlich keener. :) Leider sind vor uns ein paar Autos die langsam den Pass hinter einem Bus hinauf fahren. Es dauert einige  Zeit bis wir sie überholen können. Knurr. endlich geschafft doch dann. RAAAAH, ein Wohnklo. das ist auch schnell überholt und wir haben endlich freie Fahrt bis zu Passhöhe in 2489m.

 

Kurz hinter der Passhöhe ist die italienische Grenze und es geht Bergab ins Aostatal. Was für eine gei... Kuverei. Schliesslich vereinigt sich die Paßstrasse mit der Tunnel Strasse von MT. Blanc und nach einer langen schönen Kurverei erreichen wir Aosta.

 

Im Aostatal wurde es unerträglich warm und wir beschlossen die Schnellstrasse bis nach Morgex zu nehmen. Hier Bogen wir zur fantastischen Paßstrasse zum Colle San Carlo ab. Der Paß selbst liegt auf ca 1950m. Mitten drin liegt die  Albergo Genzianella wo man auch gut übernachten und Speisen kann. Die Strasse trifft nach einiger Zeit auf die Paßstrasse zum Piccolo San Bernhardo  der auch mmer wieder schön zu fahren ist und auf 2188 m liegt. Den Colle San Carlo fahre ich deswegen so gern da man hier von Wohnklos und der gleichen verschont ist.

Vom Piccolo San Bernardo geht es am Monument von San Bernardo vorbei hinunter ins Tal der Isere. Meine Fresse ist das ge.... was für eine Kurvenorgie. Nachher mus mir bestimmt Bruno das Grinsen aus dem Gesich prügeln, Im Tal angekommen nehmen wir die Auffahrt zum 2764m hohen Col d'Iseran WOW, eine tolle Strasse allerdings Überfüllt von allen möglichen Fahrzeugen allen voran wieder die üblen Wohmklos die hier nur schwer zu überholen sind  und die müssen immer mittig auf der Strasse fahren. Knurr!! Wenn mal freie Fahrt hat ist er allerdings herrlich zu fahren und die Aussicht entschädigt auf alle Fälle. Oben auf der Passhöhe haben wir wieder herrlichstes Wetter und eine tolle Fernsicht.

Mittler weile ist es schon halb fünf und so langsam haben wir nur noch den Drang zu unserem Campingplatz in Les Albert bei Briancon zu kommen. Wir beschlossen den Col du Galibier aus zulassen und über den Col  du Mont Cenis zu fahren und in Susa die Schnellstrasse bis nach Oulx zu nehmen.  Die SS21 von Oulx nach Cesana di Torinese ist leider entschärft worden , die schönen Kurven sind fort. Hmpf. Rechterhand liegt Fenils mit den Auffahrt zum Mont Chanerton, den leider nur nur noch  Trialmaschinen, Mountainbiker und Wanderer erreichen können. In den Neunzigern war ich noch oben, damals auf einer DR Big. Einfach nur Gigantisch, der Hammer. Nun gut weiter gehts. Cesana ist schnell erreicht und wir fahren über den Col du Montgenevre in einer Armada von Wohnllos (Hmpf) hinunter nach Les Alberts zum Camping platz, den wir um kurz nach 19:00 erreichten. Hier trafen wir unerwartet Uschi und Michael aus meinem Motorradclub.

Jetzt noch schnell die Zelte aufgeschlagen und bei Edmond dem  rührigen Restaurantbetreiber auf dem Campingplatz was leckerers Essen. Edmond hatte ein  Restaurant in Nizza und war die Schickeria leid und beschloss sich hier auf dem Campingplatz ein neues Leben auf zu bauen. Für mich einen gute Wahl. Nach ein bis drei Bierchen zogen wir uns ins Zelt zurück. Bis Morgen dann. Gute Nacht

 

Gefahrene Kilometer 586

20.08.2017

 

Heute ist Jokertag wie eine bekannte  Polizistin aus Kiel sagen würde. Heute ist nur faulenzen angesagt. :))

 

Gefahrene KM 12 zum Schwimmbad in Briancon und Retour

 

21.08.2017

 

Es war kalt heute Nacht  (0°C). Der Campingplatz  liegt auf knapp 1400m und die Sonne schafft es erst um 8 Uhr hinter den Bergen, hier im Tal der Claree, hervor zu kommen. Heute habe ich Geburtstag. Juhu. Nach dem die Sonne  endlich auf das Zelt schien raffte ich mich auf und zog mich an. Als ich den Reissverschluß vom Zelt aufzog kam sofort ein Schwall kalter Luft ins Zelt. Aus dem Nachbarzelt hörte ich auch ein Rascheln, also war Bruno  auch schon wach. ich holte meinen Therm A Rest Campingstuhl aus dem Zelt und setzte mich zu meinem Kocher und bereitete mir  die erste Tasse Heissgetränk zu. Bruno krabbelte auch aus seinem Zelt. Er gratulierte mir zum Geburtstag und hatte  eine Kerze dabei die nun  auf unserem provisorischem Tisch brannte.

Das Frühstück viel noch recht mager aus, da wir noch nicht eingekauft hatten, es bestand aus Keksen Kaffee und Tee. Naja wir arbeiten dran :) Etwas später kamen auch Usichi und Michael und brachten mir ein Geschenk es war ein dunkles Likörartiges Getränk mit 55 Umdrehungen, Ich bin doch heute erst 55 geworden  darf ich so was schon trinken? Pah. Als ob ich ein Alki ware. Aber total lieb gemeint und ich strahlte angemessen.

 

Nach einigem fröhlichen Zusammensitzen trennten wir uns wieder. Die beiden wollten zum Lac de serre Poncon und wir Bruno und ich wollten den Col de Parpaillon fahren. Der mit 2780m der höchste Pass dieses Urlaubes werden sollte.

 

Doch zuerst und haben wir noch schnell in Briancon getankt

 

Nach dem Tanken nehmen wir die Strasse zum Col d'Izoard in Angriff, eine wundervolle Strecke wenn da nicht so viele Radrennenfahrer  gewesen wären und wir aufpassen mussten nicht in die Pulks hinein zu hämmern. In vielen vielen Kurven kämpften wir uns auf die Passhöhe in 2360m hier war Zielpunkt für die Fahrradfahrer und entsprechen chaotisch war es hier oben, Schde ohne Foto weiter. Schnell wieder auf der anderen Seite hinunter, weg von dem Chaos. Zuerst in leckeren Serpentinen bis zum beinndruckenden Casse deserte dann weiter in engen Kurven hinunter nach Brunissard . Nach einer kurzen Pause kamen wir auf die Querstrasse links zum Col d'Angel und Rechts hinuter nach Guillestre führte. Wir bogen Rechts ab in eine Schlucht die Combe du Qeuyras genannt wird.

Die Strasse schlängelt in weiten Kurven ins Tal hinunter, später nach der Staustufe wird sie so eng das entgegenkommende Fahrzeuge oder man selbst in den Haltebuchten warten muss bis der Gegenverkahr vorbei ist. Als Moppedfahrer kein Problem wobei so ein Dickschiff ala BMW GS oder dergleichen in Vollausstatung (Frage Verkäufer: "Watt wollen se an Zubehör?" Antwort: "Eima mit allet." ) so ihr Problem vor allen Dingen in den Tunneln bekommen könnten. Schliesslich ist die Engstelle passiert und wir ereichen Guillestre. Nach einem kurzen stärkungs Kaffee nehemen wir den Col de Vars in Angriff der auf 2108m liegt. Wir nennen den Pass bei uns intern auch Col de Farz da er zum heizen veranlasst, das muss aber jeder selbst entscheiden. Wir nehmen heute die auch etwas schnellere Version, wir haben Hunger, denn in La Condamine de Chatelard wartet unsere Lieblingspizza Restaurant, direkt an der Kreuzung zur Auffahrt zum Col de Parpaillon. 

Doch zunächst zum Col de Vars, der erste Anstieg wartet mit vieleln flüssig zu fahrenden Kurven auf uns. Dann werden die Kurvenradien wieder größer und schlieslich erreichen wir  in beeindruckenkendem Alpenpanorama die Passhöhe. Ein Traum für die Knieschleifer Fraktion, aber die braucht man nicht wirklich,

Hinunter geht es deutlich enger und der Asphalt wird holpriger, wenn man an den Galerien angelangt ist werden die Kurven wieder Cruiser gerechter. Im Tal biegen wir dann rechts ab Richtung Barceleonette und machen unseren Halt an unserer Pizzeria in la Condamine de Chatelard. Wir füllen unsere Bäuche mit einer leckeren Pizza wer nur normal essen kann bestellt bitte nur einen kleine Pizza, die normale hat einen Durchmesser von ca38cm die kleine immerhin auch noch ca 30cm. Auch Salate sind hier sehr zu empfehlen. Zumindest wenn es nach mir dem Pizzamonster geht ;) Ich schaffe gerade mal 3/4 der Pizza. Schade :(

Mit vollen Bäuchen (das sollte sich noch rächen) fahren wir die enge Serpentinensrasse hinauf bis wir auf den Abzweig zum Col de Parpaillon treffen. Der liegt im Scheitelpunkt einer Kehre und dort wird auf eine Kirche (Eglise) hingewiesen. Ich merke jetzt schon das es keine gute Idee war mit vollem Bauch da hinauf zu fahren. Hmpf. Das Asphaltsträsschen endet und geht in eine gut zu befahrende Schotterpiste über, die sich in Serpentinen durch einen Wald schlängelt. Im Hochtal angekommen passieren wir eine kleine Steinbrücke. Hier machen wir eine kurze Pause, denn ab der Steinbrücke geht so Richtig grober Schotter los. Der Blick in das Hochtal ist grandios und wir können die Strecke, die sich auf der rechten Seite des Tales empor schlängelt, weit überblicken. Wir sehen das uns einige Gländewagen entgegen kommen werden und dem entsprechend  können wir es nicht fliegen lassen. Doch so weit wir überblicken können, fahren wir recht zügig über den groben Schotter passieren ein paar Wanderer und kommen an die erste Stelle wo wir auf einen Geländewagen treffen.  Er fährt weit genug links das wir uns langsam vorbei hangeln können.  Das passiert noch viermal bis wir endlich freie Fahrt haben. im oberen Teil waren ein paar Hangrutsche und haben grobes Gestein auf die Piste geschoben doch mit den Twins klappt es ganz gut, wenn auch meine alte DR-Big da besser war. Schliesslich erreíchen wir den Gipfelparkplatz mit der Einfahrt zum berüchtigten Gipfeltunnel.  

Der Tunnel ist gut 400m lang und innen sehr glitschig. Die Fahrbahn selbst ist gewölbt und wir müssen in der Mitte fahren. Da man das Ende des Tunnels nicht sieht, ist es ratsam vorher zu horchen ob ein Fahrzeug einem entgegen kommt. Der Tunnel steigt bis zu Mitte an und geht dann wieder runter, etwa ab der Hälfte sieht man dann Licht im Tunnel ;)). Auf der anderen Seite hat man einen tollen Blick auf das Tal in dem man gleich hinunter fährt. Doch bevor es soweit ist muss ich noch was erledigen. Ich steige vom Mopped und reiße mir den Helm vom Kopf und schon geht es los.....:((( Na lassen wir das. Kurze Zeit spatter rollen wir gemächlich ins Tal hinunter und genießen die Ausblicke die sich uns bieten. An einer Steinbrücke halten wir an als wir den Asphalt erreichen.

Danach entspanntes fahren bis hinunter nach Embrun leider ist es schon zu spät für den Col de Valbelle und nach  dem kleinen Malheur oben am Pass hatte ich auch keine große Lust mehr. Wir fahren auf der Schnellstrasse zurück bis nach Briancon und weiter hinauf zum Campingplatz. Meinem Magen geht es auch wieder besser und wir haben noch einen schönen Abend bei Edmond auf der Seeterasse an seinem Restaurant. Welch ein toller Tag. Die Videos werden mehr zeigen leider ist das Schneideprogramm noch nicht da.

 

Gefahrene KM: 280

 

22.0.2018

 

Noch ein Pausen Tag und Moppedpflege ist angesagt, den Rest des Tages vertrödln wir wieder im Schwimmbad und auf dem Campingplatz.

 

Bis Morgen.

 

Gahrene Kilometer: 20 Schwimmbad und Tanken

23.08.2017

 

Heute fahren wir nur eine kleine Runde, denn richtig wohl ist mir nicht. Der Magen macht wieder Probleme. Mal schauen.  Wir fahren das Tal der Claree emtlang bis zum Abzweig zum Col  d'Echelle der auf ca. 1760m liegt. Das lustige an diesem Pass, neben der tollen Landschaft, sind die breiten einbetonierten Furten die uns Enduristen richtig Spass machen. Wenn man im richtigen Moment Gas gibt dann fliegt man durchaus ein paar Meter duch die Luft. Der Pass ist äusserst eng, daher nicht allzu schnell hinauf fahren denn Gegenverkehr ist garantiert. Oben am Pass kommt man in ein Hochtal das von vielen Familien zur Flucht vor den heissen Tagen zum Picknicken genutzt wird. Auf der Nordseite fährt man eng am Hang nach Italien hinunter, jetzt kommen viele dieser besagten Furten, doch Vorsicht, eine liegt in einer Links Rechts Kombination. Am spektakulärsten ist die letzte dieser Furten sie liegt auf einer langen Geraden und wenn alles frei ist kann man hier schön weit fliegen. Ihr denkt jetzt bestimmt was für ein Heizer, ne eher nicht, ich bewege mich meist im Rahmen der zulässigen Geschwindigkeit,  aber manchmal mus man einfach. ;)) Wir kommen schliesslich nach Bardoneccia dem Ausgangspunkt zum Colle Rho (Nur für Profis) und dem Col de Sommeiller,der mit fast 3000m höhe der zur Zeit am höchsten befahrbare Punkt in den Alpen darstellt. Einmal im Jahr findet im Juli die Stella Alpina statt. Der höhere Chaberton ist gesperrt und leider mit Motorrädern wohl nicht mehr befahrbar. Nach einer kurzen Pause Fahren wir Richtung Oulx und von dort über endlose Serpentinen hinauf zur Assietta Kammstrasse. Ganz frei von Wohnklos  herrlich. Wir begegnen Wanderern und Mountainbikern halten Smalltalk alle sind freundlch und gechillt wenn man es langsam angeht. Mittendrin ist eine Furt die sehr unangenehm ist. Sie ist kurz (keine 2m) und tief, d.h. mit Schwung drüber, das ist aber nicht gut weil dahinter ne enge Kurve ist oder man umfährt sie. Das klappt meist Problemlos, es sei denn es ist Nass dann könnte das rutschig werden. Oben an der Ski Station angekommen halten wir kurz an und geniessen die Aussicht. Hinunter geht es teils über groben Schotter nach Sestriere wo wir uns unser lang ersehntes Eis gönnen. Die nachfolgende Kurvenorgie hinunter nach Cesana ist wie immer ein Traum. Nun noch den Col du Montgenevre und wir sind wieder am Campingplatz. Nach einer rituellen Duschung stürmen wir Edmonds Restaurant und verschlingen den heutigen Plat du Jour für 12€. Ein riesiger Teller voller Canard (Ente) in Rotweinsoße mit Kartoffeln und Gemüse. Boah g....!  Nach diversen Getränken fallen wir so gegen 23:00 ins Bett.

Bis morgen.

 

24.08.2018

 

Heute Nacht war es nicht so kalt wie gestern, es war mir zu warm in meinem Schlafsack, so das ich ihn nur als Decke verwendet habe. Das Frühstück ist heute bei Edmond auf der Seeterasse an seinem Restaurant. Da Edmond unsere vorlieben für fleischiges Frühstück teilt, bekommen wir Salami und Schinken mit Flutes ( = Flöte -> dünnes langes Baguette) und Butter anstelle des üblichen Petit dejeuner. An diesem unserem letzten Tag hier in Briancon wollen wir uns noch die Assietta Kammstrasse ganz gönnen. Diese ist ca 36km lang und fast komplett geschottert. Sie führt über verschiedene Hochpunkte und man bewegt sich fast immer über 2000m.  Es gibt mehrere möglichkeiten hinauf zu fahren, meine favorisierter Einstieg ist in Susa in Italien. In Susa folgt man der Hauptstrasse bis man zum Abzweig nach Meana di Susa kommt. Der Strasse folgt man Bergauf bis der Abzweig zum Col delle Finestre (2178m) kommt. Jetzt gehts looos :))) Das Strässchen ist zuerst Aspahltiert, nicht ganz 10km, und es geht gleich richtig zu Sache.  Die Strasse ist dermaßen eng das Gegenverkehr auch Biker gefärlich werden kann. Die geraden  sind kurz die Serpentinen haben einen sehr kleinen Kurvenradius.  Es läuft  in etwa so ab. Zweiter Gang  gas, Vollbremsung runterschalten erster Gang gas , zweiter Gang Vollbremsung  runterschalten us.w. Wenn ich mich recht erinnere so 23x. Ein paar Meter bevor der Schotter losgeht ist rechter Hand ein kleiner Parkplatz an einer Hütte mit einem Brunnen. Hier muss die arme Kupplungs Hand eine kurze Pause haben. Am Brunnen füllen wir noch unsere Wasservorrräte auf und machen uns Bergauf zum Col delle Finestre. Der Schotter ist gut zu befahren und man sollte sich nicht allzu schnell hier bewegen da die Carabinieri nur darauf lauern. Es geht durch dichten Wald bis man die Baumgrenze erreicht hat danach kommen ein paar Weiden. Achtung, man passiert einen Bauernhof, hier bitte langsam und leise vorbei man will ja schliesslich noch öfters hier fahren können. Die Pass höhe ist kurz darauf ereicht. Hier ist es richtig voll. Ich warte noch bis Bruno oben ist und mache ein paar Fotos.

 

Nach ein paar Metern geht der Asphalt wieder los und wir folgen ihm bis zur Bergalm die man von der Passhöhe auch schon sieht. Hier essen wir zu Mittag, ganz stilecht Spaghetti Carbonara. Lecker! Nach dieser Stärkung fahren wir ein kurzes Stück zurück bis zum Abzweig zur Assietta. Der Schotter ist zuerst etwas Grob wird aber nach ca 1 Kilometer deutlich fester und angenehmer zu fahren. Die Strasse schlängelt sich  entlang eines Steilhanges und geht etwas später in drei Serpentine auf über 2000m. Bei beeindruckender Fernsicht auf die umliegenden Bergipfel geniessen wir die Fahrt bis wir auf eine Gruppe von BMW-Fahrern treffen, die alle Klischees erfüllen wie Warnweste, Klapphelm und Vollausstattung. Sie eiern regelrecht vor uns her und erst kurz vor der Passhöhe können wir sie überholen. Im weiteren Verlauf passieren wir noch einige Geländewagen und Mountainbiker. Komisch bei denen ist es selten ein Problem vorbei zufahrenm, aber bei vielen Warnwwestenfahrern wohl.  Hmpf! Wir verhalten uns so, das wir niemanden mit Steinem zu pflastern wenn wir an ihm langsam  vorbei fahren und geben erst Gas wenn man genügend Abstand hat.

 

Im mittleren Bereich so nach fast 18km hat man einen guten Blick auf den Jaffereau auf der anderen Talseite, leider müssen wir ihn dieses Jahr auslassen zumal ja der Tunnel auf der Piste dort wohl wegen Einsturzgefahr gespert ist. Weiss wer was aktuelleres?

Schliesslich geht nach weiteren Traumhaften Kilometern auch die schönste Fahrt wieder zu Ende, wir erreichen wieder Sestriere und unser obligatorisches Eis  :))

Nach einer weiteren 1/2h Stunde sind wir wieder auf dem Campingplatz und geniessen den Abend mit Wein und leckerem Essen. Morgen geht es dann Richtung Schweiz. Bevor wir am Sonntag in die Dolomiten aufbrechen. 

 

Gefahrene KM: 156 

25.08.2018

 

Uaah, die Nacht ist schon wieder zu Ende, heute Morgen möchte ich gerne noch liegen bleiben aber wir wollen ja heute wieder Richtung Norden in die Schweiz fahren. Es ist 7:00 die Sonne ist wie immer um diese Uhrzeit noch nicht da und das Thermometer zeigt 14° im Zelt.

Ich wälze mich noch ein bisschen herum und stehe doch schliesslich auf.  Es geht,  draussen sind es nur noch 11°. Schnell noch den Faserpelz Pulli übergezogen und den Kocher, für die erste Tasse Kaffee, angeworfen. Zufrieden sitze ich in meinem Stuhl und schlürfe den Kaffee. Bei Bruno im Zelt raschelt es auch schon.

Gegen Neun sind wir fertig und aufgesattelt. Ich fühle mich irgendwie komisch so als stehe ich neben mir. Wir brausen los und passieren wieder den Col du Mont Genevre und fahren die SS21 weiter bis Oulx. Ich kriege Schweissaubrüche fühle mich Schlapp. Hinter Oulx fahren wir auf die Autobahn Richtung Turin. Die Sonne steht jetzt höher und es wird wärmer, mir ist aber schon warm, heute Abend werde ich feststellen das ich Fieber habe.

Von Turin aus fahren wir weiter Richtung Mailand. Autobahn fahren ist wie immer Langweilig. Vor Mailand biegen wir nach Norden Richtung Lugano ab und errreichen fast am Ende meines Tankes die Schweiz und ich tanke den günstigen Sprit dort. Eigentlich wollten wir zum Schweizer DR-Big Treffen, und am Sonntag dann weiter in die Dolomiten fahren. Ich entscheide mich am Oberalppass für eine Pension, ich bin fertig. Bruno fährt weiter  zum Treffen. Am Sonntag treffen wir uns wieder. Das Zimmer im Hotel kostet pro Übernachtung so 65€ ist teuer aber geht jetzt nicht anders. Ich Checke ein gehe auf mein Zimmer und setzte mich auf mein Bett. Mir ist sehr warm obwohl das Zimmerthermometer nur 21°C zeigt. Es ist mittlerweile 19:00 aber ich habe keinen Hunger, seltsam für ein Vielfraß wie mich. Ich krame das Fieberthermometer hervor und messe 38,8 uups. Ich haue mir eine Ibu 400 rein und lege mich aufs Bett. Als ich wieder wach werde ist es 2:00 Morgens. Ich schliesse wieder die Augen und drehe mich rum. Bis nachher.   

 

Gefahrene KM: 503

26.08.2018

 

Heute wollte ich auch zum Big-Treffen rüber fahren, ich war aber von Gestern noch so fertig das ich erst spat zum Frühstücken war. Das DR-BIG Treffen war noch ca 100km entfernt und ich würde es nicht rechtzeitig mehr schaffen bevor Bruneo und alle  anderen zu einer kleinen Ausfahrt aufgebrochen waren. Daher beschloss ich nur eine kleine Runde zu fahren. Naja klein war sie dann doch nicht.

Beim Frühstücken war mal wieder alternaive Erziehung seitens einer 4 Köpfigen Familie mit zwei jungen Burschen so zwischen 3 und 4 zu bewundern. Die konsequente Inkonsequenz  der beiden Elternteile sprang einem förmlich ins Gehör...  Als die Familie dann den Frühstücksraum verlies hörte man ein kollektives Aufatmen im Frühstückssaal :).

Ich bin so gegen 10:00 los gekommen und mein weiterer Weg führte mich hinauf zum Oberalppass mit dem Wegweiser zur Rheinquelle. der Pass selbst tist ganz net aber kein "eye opener", zumal man hier die Wohnklos wieder vertreten sind. Nach einer kurzen Rast an der Passhöhe in 2044m  ging es hinuter Richtung Sustenpass. In Andermatt musste ich mich bis Wassen in eine lange von Fahrzeugen einreihen, ein Überholen war nicht angesagt den Gendarmeirie war hier äusserst Present. In Wassen schliesslich konne ich endlich abbiegen und Strasse hinauf  zum Susten folgen. In schönen großen Kurven ging es Bergauf in Hochtal wo ich kurz vor dem letzten Anstieg an einer Jausenstation pausierte und mir einen Kaffee und einen der leckeren hausgemachten Kuchen gönnte.

Nach der Pause ging es weiter Bergauf  die Kurven wurde enger und schöner. Die Passhöhe in 2224m war voller Gewusel und ich hielt nur kurz für ein Foto an.  Bergab wurde es schlagartig besser, enges Kurvengeschlängel gepaart mit toller Aussicht. Herrlich. Leider waren im unteren Teil einige Baustellen und ich musste ein paarmal an einer roten Ampel halten. Im Tal bei Innertkirchen angekommen bog ich rechts Richtung Grimselpass ab. Die Strasse verläuft zuerst durch ein Tal und steigt dann immer weiter  in großen Kurven (Wohnklo gerecht) den Berg hinauf . Man hat hier tolle Ausblicke auf die unligenden Stauseen. Die Passhöhe in 2165m  ist erreicht. Boah was für ein Theater  hier, war es mir am Susten schon zu voll, ist es hier nicht auszuhalten. Schnell noch ein Gipfelfoto und hinunter ins Rhonetal nach Gletsch. Die Abfahrt ist deutlich schöner zu fahren und man kann schon von weitem auf den Rhonegletscher und die Auffahrt zum Furkapass blacken. Richtung Süden schaut man hinunter ins Rhonetal und man kann fast bis zum Nufenenpass hinüberschauen. Mittlerweile ist es halb zwei und ich habe mal wieder Hunger ( Das Vielfrass in mir....). In Gletsch kenne ich ein Restaurant es liegt fast an der kleinen Kapellle links im Ort. Hier halte ich an um Pause zu machen.

Nach der Pause geht es hinauf zum Furkapass, man kann ihn eigentlich schön flüssig fahren, ja wenn da nicht meine altbekannten Intimfeinde wären. Nun gut da muss ich durch. In einer Spitzkehre nach rechts liegt das Hotel Belvedere direkt am Parklpatz am Rhonegletscher. Das Hotel hat in vergangenen Zeiten  als Übernachtungstation bei der Passüberquerung gedient. Ich halte hier nicht an und fahre weiter zur Passhöhe in 2429m. Hier ist es überraschend ruhig und ich halte zum Fotografieren an. Der Mob tobt weiter unten am Parkplatz. Hab ich schon gesagt das ich große Menschenansammlungen nicht mag, da fühle ich mich unwohl. Die Abfahrt vom Pass ist im oberen Teil sehr schön und man kann weit blicken, ich habe ja auch genug Zeit denn ich hänge ja in einer riesigen Autokolonne fest. Ich fahre quási als Begleitschutz weiter mit bis nach Andermatt wo ich dann wieder Richtung meines Hotels am Oberalppass fahre.  Irgendwie habe ich heute immer Pech und alle Baustellenampeln sind immer auf Rot wenn ich ankomme. so komme ich schliesslich gegen 16:30 wieder am Hotel an. Ich plündere noch etwas Geld aus dem Bancomaten gegenüber und Tanke nochmal voll. Morgen kommt Bruno und wir fahren weiter in die Dolomiten. 

 

Gefahrene KM: 168

27.08.2017

 

Ich hatte mich mit Bruno noch mal ausgetauscht und wir werden uns erst kurz vor Österreich auf der Autobahn treffen. Beim Früstück wieder das selbe Erlebniss wie gestern die 4 köpfge Familie mit der selben Geräuschkulisse war auch im Frühstücksraum und erntete genervte Blicke aller anwesenden. Egal gleich bin ich sie ja los. Nach dem ich bezahlt hatte schwang ich mich auf Twinnie und fuhr los. Das Wetter war durchwachsen aber trocken. Die 19 hinuter nach Disentis war nichts atemberaubendes aber deutlich schöner als die Autobahn. Ich folgte ihr bis nach Tamins. hier musste ich auf die Autobahn nach Norden. Am Sarganserland ging es Richtung Lichtensstein bei Trübbach war eine Rasstation hier wollten wir uns Treffen. Noch schnell einmal vollgetankt und in der Gaststube bei Kaffee und Kuchen platz genommen. Da ich gut durch gekommen war dauert es nicht genze eine halbe Stunde bis Bruno an kam.  

 

Nach einer weiteren Tasse Kaffe fuhren wir dann weiter über Lichtenstein nach Feldkirch in Österreich. Auf der Schnellstrasse, spater die A12 erreichten wir Innsbruck hier bogen wir auf die alte Brennerstaatsstrasse. Achtung, die Herren der Rennleitung überwachen hier strickt und oft die Geschwindigkeitab, so gegen 13:00 machten wir eine längere Pause an einer Jausenstation

Am Brennerpass zogen sich die Wolken zu und es sah nach Regen aus, Glück gehabt unten im Tal war es wieder sonnig. In Sterzing verliessen wir die Autobahn unf fuhren auf SS12 bis zum Abzweig ins Pustertal und hier waren sie wieder meine lieben Wohnklofahrer und in einer endlosen Karawane nach gefühlten 12h (waren aber nur 1,5h) erreichten wir unser Ziel das Antholzer Tal  dem wir bis nach Unterrasen folgten zu unserer Pension Santl.

 

Gefahrene KM 460

28.08.2017

 

So tief und fest habe ich schon lange nicht mehr geschlafen, ich bin erst gegen 7:00 das erstemal wach geworden und kurz vor Acht dann aus dem Bett geschlüpft. Nach der Dusche bin ich dann schnell runter zum Frühstück, Bruno war doch eher da wie ich und begrüßte mich mit "...alter Mann biste auch schon wach" Hmpf ;) . Heute wollen wir die klassische Dolomitenrunde mit Grödnerjoch und Sellajoch  und noch einigen weitern Pässen machen. Gegen 10:00 starten wir bei herrlichem Wetter die Motoren. Wir fuhren bei leicht wolkigem Himmel das Antholzertal hinuter bis Olang-Valdaora und folgeten der Strasse bis zum Kronplatz und weiter die sehr kurvige und schöne Strasse bis zum Furkelsattel in 1789m,  dann wieder hinuter bis nach Longegna und reihten uns dor in die lange Autoschlange Richtung Passo Pordoi ein. Eigentlich eine Strasse zu Kuvenräbern aber heute blieben wir schön brav in der Reige, da sehr viele Carabinieri am Wegesrand standen und den einen oder anderen Verkerhsteilnehmer schon rausgezogen hatten. Am Abzweig zum Grödner Joch bogen wir auf die SS243 hinauf zum Joch, die Auffahrt ist relative unspektakulär mit langen Kurven und vielen Geraden. Wir konnten daher die Kollonne an Fahrzeugen stressfrei überholen und hatten die letzte Kurven vor dem Grödner Joch 2121m Höhe wieder so etwas wie Fahrspass. Die anstehende Querpassage zum Sella Joch gilt als ein Genuss für alle Biker, aber irgendwie hatte ich sie spektakulärer in Erinnerung. Hmm? Kurz nach der Passhöhe am Sella Joch geht es in schönen engeren Serpentinen hinab. Die Aussicht ist spektakulär man hat tolle Ausblicke auf die umliegende Gipfel. Ein Hoch auf die Alpinen Strassenbauer.  Mittlerweile plagt uns der Hunger und an einer Jausenstation machen wir Rast und essen zu Mittag. Dabei beobachten wir so einige Biker die in halsbrecherischer Weise die Passstrasse hinabfahren. Das nächste mal stelle ich mis an den Strassenrand und vergebe Haltungsnoten.

Nach der Rast fahren wir weiter bis zum Abzweig zum Passo Pordoi, dort geht die Strasse zuerst in schönen Kurven hinauf zur Passhöhe und von dort wieder hinab in deutlich engeren Kurven bis nach Arabba. Auch hier bietet sich wieder herrlichstes Bergpanorama. In Arabba folgen wir der Beschilderung zum  Passo Campolongo der durchaus Wohnklo gerecht ist. Aber für uns keinerlei fahrerische Ansprüche aufzeigt.  Im weiteren Verlauf folgen wir der SPS44 bis wir wieder zum Abzweig zum Furkel Sattel kommen und fahren dort die selbe Strecke zurück bis ins Antholzertal. Allerdings fahren wir da es noch früh ist bis zum Ende des Tales zum  Antholzer See um hier einen der äusserst delikaten Apfelstrudel mit Sahne zu Essen beim Seewirt zu essen, Boaah. Lecker! So gegen 17:00 fahren wir wieder zu unsrer Pension Santl nach Rasen zurück und bereiten uns auf das Abendbrot vor  das wir nach einer kleinen Siesta so gegen 19:30 einnehmen. Was für ein schöner Tag.

 

 Gefahrene Km: 193 

29.08.2018

 

Heute ist Kaiserwetter, blauer Himmel mit kleinen Wölkchen. Nach dem Früstück schwangen wir uns auf die Moppeds und fahren das Tal hinunter bis nach Olang und bogen dann links in das Pustertal auf die SS49 ab. Wir folgtem dem Strassenverlauf bis nach Innichen, es nicht wirklich schön den wir waren in einer langen Autoklolonne. In Innichen nehmen wir die SS52 nach Süden ab. Schlagartig wurde es leerer und wir hatten wieder Spass am fahren. In schönen Kurven erreichten wir San Stefano di Cadore und legten eine kurze Kaffepause ein, bevor wir auf die sehr schmale und kurvige SR355 gelangten der wir bis nach Comeglians folgten. Leider war hier die Einfahrt zur Panoramica delle Vette gesperrt, doch nach einer kleinen Irrfahrt fanden wir dennoch den Einstieg. Für mich ist die Panoramica delle Vette eines der Ziele im Friaul gefolgt vom Monte Zoncolan. Der Anstieg geht gleich richtig zu Sache, die Strasse ist dermaßen eng das ich mit einem Strassendickschiff hier nicht rauffahren möchte. Gegenverkehr ist problematisch da kaum Platz ist um an einem Auto vorbei zu kommen. Die unendlich vielen engen Kehren sind ein Traum. Doch kurz vor erreichen der Passhöhe 1967m macht meine Kupplungshand vom vielen schalten Probleme. Aua! Nach passieren der Baumgrenze ging es in deutlich größeren Kurven am Hang entlang. Schliesslich kamen wir auf der Passhöhe an und mussten unsere Wasservorräte ein wenig erleichtern so durstig waren wir.

Nach der Passhöhe geht es rechtes in einer langen Kurve am Hang entlang bis wir an  die Schotterpiste kamen, Total easy und entspant genossen wir die Aussicht hinunter ins Tal. Diese Piste ist etwa 7km lang  und sobald man die Aspahltstrecke erreicht hat geht es in genauso engen Serpentinen wie bei der Auffahrt wieder hinunter. Meine armen Handgelenke! Wir haben Glück und uns kommt kein Fahrzeug bei der Abfahrt entgegen. In Ravascletto erreichen wir wieder die Hauptstrassen und biegen nach links Richtung Paluzza ab. Im Tal dann wieder links auf die  SS52 bis zum Abzweig zum Monte Zoncolan. Hier biegen wir ein und fahren hinauf, zuerst in schönen großen Kurven bis zum Skigebiet, wo wir zum Mittagessen anhielten. I m weiteren Verlauf wird die Strase zum Sträßlein und verdammt eng. Die Passhohe 1750m ist schnell erreicht nach dem obligatorischen Gipfelfoto geht es hinuter navh Ovaro.  Dies Abfahrt hat es wirklich in sich und das näschstemal fahren wir sie lieber von Ovaro aus hoch und haben dann die größeren Kurven auf der Abfahrt. In Ovaro fahen wir wieder nach Norden Richtung Comeglians  und folgen dann der gleichen Route wie auf der Hinfahrt zurück. Wir kommen gegen 18:00 wieder im Antholzertal in unserer Pension an. Bruno und mir ist irgendwie komisch zu Mute das Mittagessen scheint uns nicht so bekommen zu sein. Wir vermuten das das Frittenfett zu alt gewesen ist. Trotzdem schlingen wir das Abendessen in uns hinein. Genehmigen noch einen Absacker und verziehen uns auf unsere Zimmer.

 

Gafhrene Km: 330

 

30.08.2017

 

Als wir uns beide am Früstückstisch treffen stellen wir fest, das uns beiden nicht so richtig wohl. Doch nach einem Kaffee und einem lustlos vertilgten Früstück geht es eigentlich. Wir wollten heute eine große Runde drehen, zuerst über den Stallersattel und auf der österreichischen Seite uns bis zum Nassfeldpass vortasten und dann wieder langsam auf der italienischen Seite zurück fahren.  Doch erstens kommt es anders zweitens als man denkt. Zuerst ist alles in Ordnung wir fahren das Antholzertal hinauf bis zum See und fahren bis zur Ampel die den Zugang zum Stallersattel regelt von halb bis viertel vor darf man hinauf fahren, von voll bis viertel nach darf man hinunter fahren. Es dauert noch fast 5 Minuten bis wir hinauffahren können. Wir reihen uns bei den vielen Motorradfahrern ein  und es geht los. Ein fahrtechnisch sehr schöner Pass schön eng aber in der Kolonne nicht wirklich spasshaft. Ich weiss nicht was die für ein Brimborium hier machen der Monte Zoncolan oder die Panoramica dell Vette sind da viel anspruchsvoller und dort ist Gegenverkehr möglich. Hmm? Na vielleicht weil das hier ein Grenzübergang ist. Oben auf der Passhöhe 2052m öffnet sich der Blick in ein Hochtal, das in herrlich geschwungene Kurven hinuter führt. Ein Genuss, leider fängt mitten drinnen mein Magen an zu revoltieren. An einer Tankstelle tanken wir noch voll, aber mir ist so schlecht das wir beschliessen wieder zurück zu fahren. Also wieder das Tal hinauf. Es wird immer schlimmer so das ich anhalten muss und alles von mir gebe was da so in meinem Magen ist.  Danach geht es mir deutlich besser. Auch Bruno ist nicht gut drauf. Wir fahren weiter und müssen an der Ampel an der Passhöhe wieder warten, dismal fast 15min. Als es los geht fahren wir nur in einer kleinen Gruppe Motorradfahrer den Pass hinunter. Am Antholzer See halten wir beim Seewirt an ich muss dringend etwas trinken um den schalen Geschmack aus dem Mund zu bekommen. Wir sitzen eine Zeit lang in der Sonne und ruhen uns aus. Mir ist zwar nicht mehr übel aber ich fühle mich total ausgelaugt. An der Pension angekommen verziehe ich mich sofort auf mein Zimmer und lege mich auf das Bett. Gegen 19:00 werde ich wieder wach und Hurra, ich hab Hunger. Also gehe ich hinunter zum Abendessen. Bruno sitzt auch schon da aber ihm ist immer noch nicht gut und er hat rückwärtigen flüssigen Auswurf. Das kommende Wochennende  soll uns mit heftigen Regenfällen beglücken, daher beschliessen wir am Freitag schon wieder zurückfahren. Morgen noch eine kleine Runde drehen und dann in aller Ruhe packen. Das Abendessen geniesse wohl nur ich und Bruno stochert lustlos in seinem Essen. Kurz vor Neun verziehen wir uns wieder auf unsere Zimmer. Ciao bis Morgen.

 

Gefahrene Km: 110

 

 

31.082017

 

Ich habe tief und fest geschlafen, mir geht es heute Morgen wieder richtig gut. Im Frühstücksraum sind nur die üblichen Verdächtigen vor zu finden, nur Bruno ist noch nicht da. Schlieslich kommt er kreidebleich er hat die ganzte Nacht auf Pott gesessen und will heute nur Pause machen und sich ausruhen. Er ist nur ein trockenes Brötchen und trinkt etwas Kaffe und verschwindet wieder. Ich beschliesse alleine nochmal in die Dolomiten zu fahren diesesmal allerdings die östliche Runde über Cortina d'Ampezzo.  Ich fahre wieder Richtung Furkelsattel wie am Montag und dann wieder die  SS244 nach Süden. In Arabba nehme ich die SR48 zum Col di Lana und im weitern verlauf hinauf zum Falzaregopass. Hier lasse ich es noch mal so richtig Zügig angehen. Die Kurven machen so richtig Spass und es nicht all zuviel Verkehr. Auf der Passhöhe 2152m  am Falzaregopass biege ich links ab und folge der SP24 zum Valparolapass, auch hier wieder Fahrspass pur, die Wohnklo dicht hält sich in Grenzen und sind schnell überholt. Gegen frühen Nachmittag rolle ich wieder ins Antholzertal und da ich noch keine Lust auf die Pension habe fahre ich nochmal zum Seewirt am Antholzersee und werde dort bei Kaffee und Kuchen ein wenig Zeit verbringen. Gegen 17:00 fahre ich zurück zur Pension, tanke aber für Morgen nochmal voll. Bruno ist noch nicht zu sehen und ich beginne schon mal das Motorrad zu packen. Einge Zeit spätter taucht er auch auf und ich helfe ihm das Motorrad zu drehen so das wir gleich morgen in die richtige Richtung starten können. Es geht ihm viel besser. Na bitte. Wir sind schon auf Morgen gespannt, es hat eine Unwetterwarnung gegeben. Bis Morgen. 

 

Gefahrene Km: 185

 

01.09.2017

 

Ich bin heute etwas aufgekratzt habe ich doch knapp 950 km bis nach Hause vor mir, der Blick aus dem Fenster verheisst wie angekündigt nichts gutes, aber es regnet noch nicht. Das Frühstücken und Auschecken ist schnell erledigt und wir machen uns auf gen Heimat. Wir fahren das Pustertal entlang nach Westen hoffen das der Regen noch eine Weile auf sich warten lässt. Doch in Sterzing kurz vor dem Brenner geht es los. Wir pellen uns in die Regensachen und fahren über die alte Brennerstrasse hinauf zum Brennerpass, der Regen wird echt schei... Auf  der österreichischen Seite nehmen wir beide an einer Tanke ein paar Dieselhandschuhe und ziehen sie unter unsere Handschuhe. Als wir vor Innsbruck die Autobahn erreichen verlieren wir uns, die sichtverhälnisse sind mehr als bescheiden. Bei nächster Gelegenheit werde ich anhalten und Bruno eine Whattsapp schicken, das ich nun auf direktem Wege nach Hause fahre. Über den weiteren Weg gibt es nicht viel zu berichten ausser das der Regen nach gut 700km endlich aufhört und ich mehrere Staus erleiden musste. Gegen 22:00 war ich endlich in Castrop angekommen. Ich habe nur das Mopped in die Garage geschoben und bin in meine Wohnung, dort schnell noch umgezogen und auf die Couch um noch ein bisserl runter zu kommen und dann ab ins Bett.  

 

Gefahrne Km: 953

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